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 ♤ 07 Schwerter

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Vetch

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BeitragThema: ♤ 07 Schwerter   Sa Sep 19, 2015 3:55 pm



Sieben Schwerter


Assimilation und Akkomodation.
"Glaube nichts was du hörst und nur die Hälfte vom dem, was du siehst."

Die 7 ist die Karte der Prüfung. Bei den Schwertern wird deine Gewitztheit geprüft, ein schönes, etwas altmodisches Wort, in dem Intelligenz, geistige Geschicklichkeit und Witz mitschwingen.
Auf Pamelas Karte haben wir eine Person, die auf einer Spionagemission unterwegs zu sein scheint. Es sieht so aus, als stehle sie Waffen aus einem mächtigen Kriegslager. Beachte, dass der junge Mann nur so viele Schwerter mitnimmt wie er brauchen kann. Zwei lässt er stehen, vielleicht sind die nicht scharf genug, oder für seine Leute nicht geeignet, zu groß, zu schwer, vielleicht liefe er Gefahr entdeckt zu werden, wenn er sie mit ihnen auch noch belastete.
Denn bei allen Siebenen, bei allen Prüfungen ist wichtig, nicht gierig und anmaßend zu sein.
Es ist die Prüfung, ob du der Lehre würdig bist und ob du zum Clan gehörst. Das ist hier der Luftclan, die Lehre der Schwerter: geprüft wird deine Intelligenz, dein Geist, deine Gewitztheit und Unterscheidungsfähigkeit.
Wer die Prüfung besteht kann in die tiefsten Geheimnisse des Elements eingeweiht werden und schließlich, mit Übung und Achtsamkeit, die Meisterschaft erlangen.
Wie geht das speziell bei den Sieben Schwertern?
Sie kennt sich selbst, ihre Fähigkeiten und Grenzen, und sie ist nicht anmaßend: sie nimmt nur, was sie tragen kann.

Die Person auf der Karte kann genau unterscheiden, was sie gebrauchen kann und was nicht.
Sie ist gewitzt, denn sie lässt sich beim Stehlen nicht erwischen.

Diese Karte soll dich gewiss nicht zum Stehlen auffordern. Vor allem schon deswegen nicht, weil es sich hier um Luft handelt: Ideen, Geistiges. Luft kann nicht gestohlen werden. Entgegen allgemeiner Propaganda gibt es kein geistiges Eigentum, das ist zumindest meine Überzeugung.
Klar, es gibt immer wieder Prozesse, weil jemand die Idee einer anderen Person veröffentlicht hat. Das ist überhaupt nur möglich, weil wir inzwischen Ideen patentieren.
Ich halte das für pervers, aber das gehört nicht hierher.
Oder vielleicht doch, denn in gewisser Weise ist genau dieser Text eine Sieben-Schwerter-Aktion. Ich habe ja das, was ich hier aufschreibe, nicht allein aus der Tiefe meines Gemüts geschöpft, sondern es ist das Ergebnis meiner Erfahrung und der gefilterten Lehren vieler vieler Vorgängerinnen und Vorgänger. Ich habe reichlich Tarotbücher gelesen, ich habe Unterricht bei einer spirituellen Lehrerin gehabt, ich habe eigene Ideen entwickelt, und all das ergibt nun was ihr hier lesen könnt.
Ich habe bei weitem nicht alles übernommen, viele Schwerter habe ich stehen lassen.

Das ist auch der Grund, warum ich nicht versuche, diesen Text drucken und verkaufen zu lassen, sondern hier weitergebe und auf angemessene Belohnung vertraue. Ich glaube nicht an geistiges Eigentum. Ich glaube an Verteilen und freiwilliges Entlohnen.



Negative Bedeutungen  der Sieben Schwerter können sein, dass du nicht gewitzt handelst, dass du zu unkritisch oder zu gierig alles aufsaugst, was man dir erzählt. Das kann zum Beispiel passieren, wenn du dich einer alleinseligmachenden Religion anschließt, an der Uni die allwissende Koryphäe verehrst, der Reklame und/oder dem Gelaber im Fernsehn auf den Leim gehst oder alles toll findest, was in deiner Clique Das Gesetz Der Coolheit ist. Dann kann die Karte dich darauf hinweisen, dass es dringend notwendig ist, auszufiltern, was du an Information und Ideologie annehmen willst, und was nicht deins ist. Unterscheiden und Klarsicht sind gefragt!
Es kann auch Arroganz und Anmaßung angezeigt sein, jemand, der meint, nur er wisse wirklich bescheid und alle andern seien unerleuchtete Dümpel. Das ist eine typische Erscheinung der Pubertät; ich denke, wir sind fast alle durch dieses Stadium gegangen... :) Das Gefühl des absoluten Durchblicks, genau zu wissen, wie's läuft, im Gegensatz zu den alten verknöcherten Deppen.

Diese Karte strahlt auch sehr viel positive pubertäre Energie aus: es ist heilsam, dass wir in der Jugend nicht alles annehmen, was man uns erzählt, und selber, manchmal auch 'hintenrum' und heimlich, unsere Erfahrungen machen und selber denken. Aber es ist nicht heilsam ALLES abzulehnen, was uns die Älteren an Erfahrung voraus sind. Das wäre genauso dumm wie alles ergeben und gläubig aufzunehmen. Gewitztes Unterscheiden und auch Annehmen können ist die Kunst, die Craft, die hier geprüft wird.


Wie ich diesen Text tippe, habe ich auch das starke Gefühl, diese Karte hat viel mit Hermes zu tun. Ein griechischer Gott, im Römischen Merkur genannt. Der Planet Merkur steht in der Astrologie für Denken, Sprechen, Lernen, Kommunikation, Intelligenz und Intellekt und ist sowieso ein Repräsentant und Schutzgeist der luftigen Schwertenergie.
Hermes ist Gott der Hirten, Gott der Wege und der Reisen, Gott der Märkte, des Handels und — der Diebe. Kurz nach seiner Geburt — Götter reifen heftig schnell —entwischte er Maia, seiner Mutter. Er klaute Apollon ne ganze Herde Kühe — er trieb sie einfach des nachts vor sich her, nachdem er ihnen Gras und Rinde um die Hufe gebunden hatte, wodurch er mit der Herde spurlos (d.h. ohne Hufabdrücke zu hinterlassen) verschwand.
Er wurde schließlich doch erwischt, denn er hatte inzwischen die Lyra erfunden — ein Saiteninstrument —, auf der er spielte und so Aufmerksamkeit auf sich zog. So solls auch sein, denn wie gesagt, es geht hier nicht ums Klauen. Es geht um Gewitztheit. Hermes war weder bedrückt noch zerknirscht als er erwischt wurde, sondern fröhlich und charmant. Er schrammelte aufs Schönste auf seiner Lyra (mit Plektrum, das er auch grad frisch erfunden hatte) und sang dazu Lieder, in denen er die Erhabenheit, Intelligenz vor allem die Großzügigkeit des Apollon pries. Apollon war sehr angetan.
Es geschah noch dies und das — schließlich wurde Hermes von Zeus ermahnt immer die Wahrheit zu sagen und nicht zu stehlen, und dann wurde er als der Zwölfte der Olympischen Götter aufgenommen und zum Herold und Götterboten ernannt.
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