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 ⚓ Eremit

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Vetch

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BeitragThema: ⚓ Eremit   Fr März 21, 2014 8:49 pm

Auch nen alter Text, den werd ich bei Gelegenheit mal bisschen einkochen. Derweil brauchbar.

 Eremit 

Auf dunklem Weg, der auf der Karte Mond beginnt, ist die Wandernde auf einer weiten Reise unterwegs. Sie ist "auf dem Weg zu sich selbst", wie  es so schön heißt: auf dem Weg zu einem ihr angemessenen Leben.
Die Wandernde hat genug gesehen und getan und sie hat sich völlig aus der Realität zurückgezogen.
Sie ist am Teufel vorbei, denn was sie ist, siehst du auf den ersten Blick. Sie verbirgt nichts, sie trägt ihr Licht vor sich her. Sie kann anderen leuchten. Du kannst ihr nachfolgen; sie ist den Weg gegangen; der Weg ist gangbar.
Die Wandernde ist autark. Das heißt: sie kommt wunderbar allein klar.
Das kann Einsamkeit meinen: wenn du die Realität verlässt und den Weg in die Wirklichkeit gehst, kann es gut sein, dass andere, 'realistische' und 'normale' (genormte) Leute sich von dir abwenden. Du bist eine alte Seele, sei stark! Die Wandernde hat ihren Willensstab. Du wirst nicht immer allein sein.
Die Wandernde ist weder passiv noch besonders asketisch. Sie hat die Einsamkeit gewählt, weil sie nur dem Licht seines eigenen Sterns folgen will. Dieses Licht ist im alltäglichen Getriebe, im Flackern der Fernseher und unter den Strahlen der elektrischen Lampen fast nicht zu erkennen. Darum hat die Wandernde sich in die menschenleere Wildnis begeben; unter freiem Himmel, fern der Städte und Dörfer leuchtet das Licht der Sterne hell. Hier sieht sie ihren Weg klar vor sich.
Sie stützt sich auf einen Stab. Das ist ihr Wille, ohne den sie den langen, einsamen Weg nicht schaffen würde. Der Stab stützt sie, ihr Wille sorgt dafür, dass sie weitergeht. Denn Wille bedeutet Handlung, Tat. Der Stab dient notfalls auch als Waffe, falls jemand oder etwas die Wandernde unterwegs aufhalten will ~ und sei es eigene Trägheit oder Angst.
Das Licht in ihrer Lampe ist der Stern. Es ist das Sehnen der Wandernden, zur Sehnsuche geworden, die sie ans Ziel führt. Die Wandernde weiß, was sie braucht und wohin sie will.
Auf den Weg nämlich; in der Wirklichkeit.

Die Wandernde wird auch "Führung" genannt. Das bezieht sich auf ihr Können als Lehrerin und Bergführerin. Denn das Licht ihrer Lampe kann auch anderen leuchten ~ sollten sie sich in der Wildnis verirrt haben, wo nur das eigene Licht leuchtet.  

Wenn die Wandernde in deiner Legung erscheint, kann das bedeuten, dass du dich nicht von äußeren Kräften - Erwartungen, Pläne, Konzepte - von deinem eigenen Weg abringen lassen sollst. Vielleicht ist es auch Zeit, sich ein bisschen zu beschränken und Ablenkungen zu meiden.
Es kann sein, dass du jetzt Führung auf dem Weg zu deinem Lebenssinn findest. Das kann eine innere Führung z.B. durch Träume oder aufkommende Einsichten sein. Vielleicht triffst du aber auch eine wirkliche Person, die dich auf deinen Weg bringen kann.
Manche verbinden mit dieser Karte auch Begegnungen mit Schutzengeln, der Weisen Alten oder anderen hilfreichen Wesen aus spirituellen Sphären. Carol Bridges gibt in ihrem schönen Buch "Das Tarot der Medizinfrau" zu dieser Karte spezielle Anweisungen, wie du deiner inneren Führung begegnen kannst und empfiehlt, diese auszuüben, wenn die Wandernde in deiner Legung erscheint.
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⚓ Eremit
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